Grad und Prozent sind verschieden

Die Gradangabe beschreibt den Winkel zwischen Dachfläche und Waagerechter. Die Steigung in Prozent ergibt sich aus Höhe geteilt durch waagerechte Länge, mal 100. Ein Meter Höhenunterschied auf zwei waagerechte Meter ergibt 50 Prozent, also etwa 26,6°. Ein Dach mit 45° hat 100 Prozent Steigung. Prozentangaben dürfen nicht wie Gradangaben verwendet werden.

Eine brauchbare Messung erhalten

Pläne oder eine Messung bei einer sicher organisierten Dachprüfung verwenden. Ein Foto hilft bei der Beschreibung, ist wegen der Perspektive aber keine verlässliche alleinige Neigungsmessung. Jede unterschiedliche Dachfläche erfassen, besonders an Gauben, Anbauten und Neigungswechseln. Nicht eigens zum Messen auf das Dach steigen.

Bedingungen neben der Mindestangabe lesen

Eine veröffentlichte Mindestneigung kann ein bestimmtes Unterdach, verklebte Fugen oder Zusatzmaßnahmen voraussetzen. Lage, Dachlänge und Geometrie können ebenfalls maßgeblich sein. Das Datenblatt Tuile du Nord 993 nennt beispielsweise 25° und verweist bei geringeren Neigungen auf zusätzliche Beratung. Das gilt für dieses Modell, nicht für alle Tonziegel.

Ziegelmodell, Lattenabstand, Höhenüberdeckung, Unterdach und Befestigungsplan gemeinsam festhalten lassen. Liegt die vorhandene Neigung außerhalb des üblichen Einsatzbereichs, vor der Bestellung eine projektbezogene Herstellerbestätigung einholen. Der Neigungsbereich eines Solarmontagesystems bestätigt nicht die Eignung der Dachziegel bei diesem Winkel.

Passende weitere Informationen

Technische Quellen

Geprüft am 23. September 2026.

Auf Ihr Dach übertragen

Halten Sie Ihre Wünsche im Dachplan fest. Endgültige Maße, Produkteignung und Aufbau werden am tatsächlichen Dach beurteilt; bewahren Sie vereinbarte Details und Herstellervorgaben bei Ihren Projektunterlagen auf.

Quellen zu diesem Thema